In seiner Audienz für die Pfarrer und den Klerus der Diözese Rom am 7. Februar 2008 räumte Papst Benedigt XVI. die Möglichkeit ein, dass psychisch erkrankte Christen durchaus auch die Hilfe von Psychotherapeuten in Anspruch nehmen können. Und der österr. Weihbischof Franz Lackner erwähnte am internationalen Kongress „Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie”, dass “…die Vernunft die Begegnung mit dem Glauben nicht scheuen sollte.”
Trotzdem sollten Christen, die sich in schwerwiegenden seelischen Krisen befinden oder psychische Probleme haben, nicht zur Gänze auf “weltliche” Methoden wie die Psychotherapie vertrauen. Denn die Grenzen dieser Technik sind naturgemäß die jeder menschlichen Aktivität. Und letztendlich ist es alleine die heilige Beichte – das grosse Geschenk, das die Kirche anbietet – die wirkliche Änderungen vom Grund der Seele her leisten kann.
In seiner Audienz meinte Papst Benedikt, dass die Möglichkeiten der Psychotherapie begrenzt seien. “…sie [die Psychotherapie] kann nur versuchen, eine aus dem Gleichgewicht geratene Seele wieder etwas ins Gleichgewicht zu bringen. Aber sie kann keine wirklichen Erneuerung schenken, keine Überwindung dieser schweren Krankheiten der Seele. Und daher bleibt sie stets provisorisch und ist niemals endgültig.”
Wenn Christen daher dennoch einen Therapeuten aufsuchen, und sich für eine Psychotherapie entscheiden, so sollten sie im Vorfeld klären, ob der gewählte Therapeut auch tatsächlich nach den Grundsätzen der christlichen Lehre arbeitet. Denn oft werden unter dem Deckmantel der Psychotherapie nicht christliche Lebensansätze und Meinungen verbreitet.